Bolle (vormals Nacho)

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Chaosbande
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Chaosbande » 02 Mai 2017 09:37

Meine Hunde hat keiner anzufassen und Punkt.
Und wenn ich weiß ich hab einen dabei dem das Sorgen bereitet erst recht nicht.
Als aller erstes soll er lernen mir zu Vertrauen. Das heißt auch, das ich Dinge die ihm Sorge bereiten, von ihm deutlich fern halte.
Bis der Hund mir in allen Situationen Vertraut. In der Regel ist dann alles machbar, weil er gelernt hat das ich ihm nichts zumute was nicht sein muss.
Seit Dezember hab ich einen bei mir, der auf der Stelle vorher, innerhalb von 5 Wochen völlig versaut wurde. Abwehrschnappen ist da noch freundlich.
Jetzt fängt er langsam an aus meiner Deckung zu gehen und die Welt um uns herum zu erforschen.
Auch da hat er meine Rückendeckung. Er hat mittelrweile gelernt: Wenn mir was blöd vorkommt verschwinde ich hinter Pflegefrauchen. Ich muss selber nicht aktiv in die Abwehr gehen. Auch die Übersprungshandlungen haben deutlich abgenommen.
Ersatzweise klemmt er sich an Benji der dann das Problem löst.
Aber das A und O ist Zeit. Zeit anzukommen, Zeit zu vertrauen,Zeit zu lernen.....und folgender Satz meiner Ausbilderin:

Schütze deine Brut!...immer und überall.

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Aqui
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Aqui » 02 Mai 2017 11:10

Ich hab neulich mal gelesen von einer Frau, die einen Hund neu hat (gute 3 Monate): Sie sagte einfach: wir machen hier nichts anderes als einfach nur Leben lernen.
Alles, was er gut macht, wird belohnt, der Rest kommt von ganz allein.

Ja Zeit - ist das Zauberwort.

Zum Thema Handfütterung: ich finde, ein Hund muss die Möglichkeit haben, seine Mahlzeiten (oder doch wenigstens eine) ungestört einzunehmen. D. h. auch, frei von Stress/Angst/Störungen. Also ergo - keine Handfütterung, denn er muss sich Dir vielleicht nähern, obwohl er es eigentlich noch gar nicht ertragen kann.
"Ich komme gleich wieder" gibt für einen Hund keinen Sinn.
Alles was er weiß ist, dass du fort bist.

Birgit und Frank mit Frodo und Lenny und Aqui im Herzen

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Cytisus
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Cytisus » 02 Mai 2017 15:37

Du hast Gesagt, dass er nach kurzer Zeit schon den Futterdummy gebracht hat, ohne ihn zerfetzen zu wollen. Versuch doch mal, eine Mahlzeit am Tag durch Apportieren des Futterdummys und hieraus füttern zu verabreichen. Bei meinem Lambert hat das keine Woche gedauert und der Futterbeutel war total spannend. Dass meine Hände beim Füttern auch noch am Dummy waren, hat ihn gar nicht mehr gestört.

Ansonsten lässt Du Bolle am besten einfach auf Dich zukommen. Für ihn hat sich die ganze Welt geändert. Nichts ist mehr wie es war. Er muss Zeit haben, sich umzugewöhnen. Keine Bange: der kommt! Und dass Fenix sozusagen nebenan wohnt ist total toll. Bolle wird sich Vieles bei ihm abschauen.

Viel Spaß zusammen!
Cytisus + Lulu, mit Lambert (+ 25.04.2018) im Regenbogenland

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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Katrin Kluge » 02 Mai 2017 17:21

Danke in die Runde,

Ich fuehl mich auch schon erheblich gestärkt, denn bei mir zieht keiner aus, der einmal eingezogen ist.
Bolle ist eine echte Zaubermaus, er kommt von sich aus zu mir und will sanft gestreichelt werden. Ausserdem bin ich wirklich beschenkt, durch die Tipps und Anregungen hier im Forum.
Jetzt lernt Bolle erstmal entspannt zu leben.
Stubenrein ist er auch schon fast. Ausserdem ist sein Durchfall weg. Momentan bin ich bei meinem Kinderbetreuungsjob, habe das Auto mit Bolle und Billy (mein 10jaehriger Terrier) vor dem Haus in Hoer- und Sehweite geparkt .....und beide Jungs schlafen ;;70; .....und ich bin vermutlich der einzige Mensch in ganz Berlin, der sich ueber den Wolkenhimmel und den Regen freut. Liebe Grüße Katrin ;;35;

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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Nora » 02 Mai 2017 21:52

Zum Schnappen beim Griff nach dem Halsband:
Teilweise werden die Hunde mit Schlingen eingefangen und auch damit hochgehoben. Deshalb reagieren sie heftig auf den plötzlichen Griff an´s Halsband.
Ich habe den Tipp bekommen, das Halsband mehrfach am Tag vorsichtig zu drehen, damit der Hund sich an die schmerzlose Manipulation am Halsband gewöhnt. Unser Hund hat anfänglich deshalb auch zuhause ein Geschirr mit einem "Kurzführer" getragen, damit konnte man ihn auch mal problemlos von etwas wegziehen.
Das Schnappen hat sich so innerhalb kurzer Zeit gegeben.

Katrin Kluge
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Katrin Kluge » 03 Mai 2017 06:39

Guten Morgen in die Runde ;;69; ,

Danke, das mit der Schlinge ist bitter ;;71;
Gleich nach der Gassirunde gehen wir in meinen Lieblingsladen, das "Futterhaus" und shoppen ein schönes und zweckmäßiges Geschirr.

Einen wunderbaren Tag- ich berichte weiter - ;;70; Liebe Grüße Katrin

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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Heike+++ » 03 Mai 2017 08:41

Geschirr ist das Beste, was Du machen kannst, aber Du solltest besser gleich ein Sicherheitsgeschirr nehmen, das gibt's in den 'Futterdiscountern' nicht

suche hier im Forum danach (über die Suchfunktion rechts oben), es gibt genügend Empfehlungen
Voici mon secret. Il est très simple: On ne voit bien qu'avec le cœur. L'essentiel est invisible pour les yeux.
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Katrin Kluge
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Katrin Kluge » 03 Mai 2017 21:50

Guten Abend an Alle ;;35; ,

Ein Sicherheitsgeschirr hab ich schon da, habe es aber noch nicht angelegt, weil das für Bolle Streß pur ist (das Anlegen).
Wir waren also im "Futterhaus".....wo wir, weil wir da aktuell zu Stammkunden avancieren :) , auch schon eine ausgesprochen liebe, geduldige und kompetente Beraterin haben (mit eigenem Angst-Hund aus Tierschutz).
Gut, zuerst sollte es ein Softgeschirr von "Pupia" werden, aber das Zuppeln über Kopf und Halsband, hat ihm schon gereicht.
Wir haben dann versucht den Brustgurt zu schließen und dann war Ende, war zu viel.
Nach 3 Runden Streß-abbau-Gehen wurde es ein K 9-Geschirr, das zwar nicht das ist, was ich mir so vorgestellt hatte, das aber genügend Fläche bietet, für die Aufnäher, die ich noch machen werde: "Bitte nicht anfassen" ;;72;

Dann waren wir Heute wieder unterwegs und haben u.a. meine Eltern abgeholt, die aus dem Urlaub zurück kamen:
Auch wenn sie den erbetenen Abstand sofort eingehalten haben und vorsichtig waren, Beide waren hingerissen von ihm und haben sofort bemerkt, dass er blitzgescheit ist. ;;1;

Alleine bleiben geht für Kurz mit Trick:
Autokiste + Schweineohr + Billy dabei......bin so glücklich, denn er ist das 1. Mal 10 Minuten alleine geblieben ohne zu marodieren.
So, damit kann ich arbeiten.

Morgen kommt er wieder mit zur Arbeit und falls es Sonne hat, kann ich vor dem Haus parken, im umzäunten Garten mit alle Fenster und Türen offen, bis auf die Hecktüren, da hat er nämlich sein ganz eigenes Budoire :)

Er wird von Tag zu Tag entspannter und offener. Ich darf mich über ihn beugen, er holt sich Streicheleinheiten und kann es selten ab, wenn er mich nicht sieht......außer im Auto, da holt er den Schlaf nach, den er versäumt, wenn er hinter mir her puddelt.
Nein, die Idee mit dem "über ihn beugen" kam nicht von mir, die hatte er selber, indem er sein Köpfchen unter mich schob, als ich vorgebeugt war.

Ansonsten will er Alles beschnuppern.....und die Zeit habe ich (und wenn ich sie nicht hätte, würde ich sie mir nehmen), dann quatsch ich ihn zu und erzähl ihm, was ich da so mache. Dabei schaut er immer ganz genau mit seinen Kulleraugen zu und gibt mir das Gefühl, jedes einzelne Wort zu verstehen.
Quatsch, weiss ich ja selber, aber er nimmt das Paraverbale auf und merkt so, dass er angenommen und willkommen ist.

Viele liebe Grüße - Katrin ;;11;

Katrin Kluge
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Katrin Kluge » 07 Mai 2017 07:35

Guten Morgen ;;69; ,

Bolle macht sich immer besser und er will schmusen, schmusen, schmusen und schnuppern, gucken......
Ein Bretone mit Nachholbedarf ;;1; und er bekommt Alles was er braucht um sich einzugewöhnen und hat alle Zeit der Welt.
Er fängt bereits an, sich für andere Menschen zu interessieren (naja, eher: sie sind ihm nicht mehr völlig egal), will aber von diesen nicht angefasst werden.
Die Phasen in denen er in seinem Körbchen liegt und ruht oder schläft werden immer länger, er muss also nicht mehr die ganze Zeit hinter mir her sein.

Andere Hunde sind dagegen sehr von Interesse und es zeigt sich, dass er ein dominanter Rüde ist, wobei er nachgibt, wenn ein noch dominanterer Rüde kommt. Er beginnt also keine Keilerei, er klärt die Verhältnisse. Da könnte ich mir denken, dass das aus den Jahren im Tierheim stammt.

Gestern hatte mein Cousin Geburtstag und wir waren zu Besuch. Jetzt haben mein Cousin und seine Frau immer ca. 10 Tierschutzhunde aus Spanien oder Ungarn da (Haus, Garten, Teich und Hundesicherung vorhanden), denn sie haben den Verein "Animal care e.V. Berlin" und ein Teil der Vermittlungshunde lebt bei ihnen.
Bolle kam sofort klar, hat auch sofort die Futterküche gefunden :!: und war mit den anderen, ihm fremden Hunden, sofort verträglich.
Besuche bei meinem Cousin haben für meine Hunde immer was von Party und Event ;;26;

Was mich jetzt sehr beeindruckt, weil ich nicht damit gerechnet habe, das ist mein Mopsrüde, Paul.
Der war schon als Welpe dominant ;;888; .
Und er ist nicht mal ein Viertel von Bolle, aber er hat klar gemacht: Junge, wir kommen gut klar, wenn du mich als Chef akzeptierst......und Bolle macht das, der akzeptiert diesen kleinen Kerl als Chef und das scheint so auch prima zu klappen.

Ich berichte weiter, denn es ist so spannend zu beobachten, wie die Hunde interagieren, wie Bolle sich immer wohler fühlt und zutraulicher wird und -bretonentypisch- wie schnell Bolle lernt ;;1;

Viele liebe Grüße-Katrin

Katrin Kluge
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Re: Bolle (vormals Nacho)

Beitrag von Katrin Kluge » 20 Mai 2017 06:54

Guten Morgen ;;35; ,

so, nun muss ich doch mal wieder ein Update schicken.

Bei uns geht es täglich besser.
Bolle sucht immer öfter den Kontakt zu mir, entweder per Auge oder er schmeißt sich ran um zu kuscheln.
Und ich bin so vernarrt in dieses 20kg schwere Riesenbaby ;;1;
Einerseits ist er ein ganz Großer, was das Apportieren angeht, die Leinenführigkeit (sieht zwar nicht so aus, verbessert sich aber permanent) und insgesamt das Lernen.
Andererseits kommt er mir vor wie ein erstauntes Jungtier, was feststellt, dass es auch ein Leben gibt, in dem menschliche Hände liebevoll sind.

Mittwoch hatte er den ersten Check-up beim Tierarzt.
Der wurde so weit als möglich abgearbeitet, es war aber der pure Streß für ihn und der Beißkorb musste auch dran.
Ich hatte mich gegrault vor dem Termin, denn ich hatte Bedenken, ob er mich vielleicht für diese (sicherlich subjektiv empfundenen) Übergriffigkeiten verantwortlich macht.
Dem war dann aber nicht so ;;70;

Gestern war dann Grunewaldsee mit Fenix aus der Nachbarschaft ;;23;
Es war brüllheiß und Bolle hat gezeigt, dass er Wasser mag.
Das erleichtert mir einiges.
Diesen Sommer wird es nämlich reichlich Schwimmtraining geben, denn meine Mopshündin hat Spondylosen und soll schwimmen....was sie für keine gute Idee hält. Daher wird den Sommer über an der Schwimmfreude gearbeitet und der Grunewaldsee ist so schön, das bietet sich einfach an.
Nun hat der TA bei Bolle ebenso altersbedingte Spondylosen festgestellt.
Ich hab Alles da ( bei Bedarf Schmerzmittel) und bin geübt in passender Rückenmassage.
Alles gar kein Thema.
So, also weiss ich nun, was wir in den kommenden heißen Tagen machen: Yazmina (die Mopshündin) wird mit Bolle zusammengepackt und dann geht's ab ans Wasser zum Schwimmen. ;;36;
Bilder von Gestern kommen gleich...ich hatte völlig vergessen, wie schwierig das ist, einen beschäftigten Bretonen komplett zu fotografieren :D

Einen wunderbaren Tag an Alle-Gruß Katrin ;;35;

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